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Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein eigenständiges, wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren im Gesundheitswesen zur Behandlung von 

  • psychischen
  • psychosozialen oder auch
  • psychosomatisch bedingten Leidenszuständen.

Quelle: Österreichisches Psychotherapiegesetz

 

Im therapeutischen Prozess können unterschiedliche Themen eine Rolle spielen:

  • prägende Erfahrungen aus der Vergangenheit
  • der Umgang mit persönlichen und beruflichen Beziehungen
  • die Bewältigung belastender und nicht veränderbarer Lebensumstände

 

Was ist Systemische Therapie?

Die Systemische Therapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode der Psychotherapie. Sie richtet den Blick auf die Wechselwirkungen innerhalb eines Systems, zum Beispiel

  • der Familie,
  • des sozialen Umfelds,
  • des Arbeitsplatzes,

jeweils mit ihren eigenen Beziehungsdynamiken.

 

Warum habe ich diese Methode gewählt?

Ich habe mich für die Systemische Therapie entschieden, weil sie den einzelnen Menschen nicht isoliert betrachtet, sondern auch seine sozialen Beziehungen einbezieht.

In Familien können Veränderungen oder Belastungen eines Mitglieds mit den Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie zusammenhängen und sich so auf das gesamte System auswirken.

Werte, Traditionen und Rituale werden häufig bewusst oder unbewusst über Generationen weitergegeben und prägen unser Denken, Fühlen und Verhalten.

Frühe Erfahrungen und übernommene Glaubenssätze aus der Herkunftsfamilie oder von bestimmten Autoritätspersonen können unser heutiges Verhalten beeinflussen.

 

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über uns selbst, andere Menschen oder das Leben. Manche sind hilfreich und stärkend, doch einige schränken uns ein oder belasten uns.

 

Wie können Sie mit Glaubenssätzen umgehen? 

In der Psychotherapie hinterfragen wir gemeinsam belastende Glaubenssätze und prüfen, welche Bedeutung diese für Sie haben. Neu erarbeitete Sichtweisen erleichtern Ihnen, Entscheidungen bewusster und im Einklang mit Ihren eigenen Bedürfnissen zu treffen.


In meiner Praxis begegnen mir immer wieder Glaubenssätze:

Belastende Glaubenssätze – hilfreiche Sichtweisen

  • Aus dir wird nichts werden.
    Ich glaube an mich und gebe mein Bestes.
  • Du schaffst das nicht.
    Ich traue mir das zu.
  • Du machst immer alles falsch.
    Ich lerne aus meinen Fehlern.
  • Du darfst dich nicht gehen lassen.
    Ich darf auf mich achten und mir Ruhe gönnen.
  • Dich mag ohnehin niemand.
    Ich bin okay, so wie ich bin.
  • Du bist ein Schwächling.
    Ich darf meine Gefühle zeigen.
  • Du bist schuld.
    Ich bin nicht für alles verantwortlich.
  • Dazu bist du zu alt.
    Es ist nie zu spät für einen Neuanfang.

 

Wann ist Psychotherapie für Sie sinnvoll?

Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn

  • Sie sich häufig überfordert fühlen,
  • persönliche oder berufliche Themen Sie länger beschäftigen,
  • Sorgen und Ängste Ihren Alltag belasten,
  • Sie vor Herausforderungen stehen, die Sie allein nur schwer bewältigen können,
  • Sie sich in einer psychischen Krise befinden.

 

Welche Ziele können Sie mit Psychotherapie erreichen?

Zu Beginn klären wir gemeinsam Ihre Anliegen und Ziele. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir ein therapeutisches Vorgehen, das zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • eigene Talente entdecken und weiterentwickeln
  • Selbstvertrauen stärken
  • Widerstandsfähigkeit fördern
  • hinderliche Denk- und Verhaltensmuster verändern
  • Belastungen verstehen und Beschwerden lindern

 

Wie lange kann eine psychotherapeutische Behandlung dauern?

Ich arbeite lösungs- und ressourcenorientiert und befürworte grundsätzlich eine Kurzzeittherapie. Dabei möchte ich möglichst früh erste hilfreiche Veränderungen und spürbare Erleichterung erreichen.

Die Dauer einer Psychotherapie hängt von der jeweiligen Situation ab. Bei komplexeren Problemlagen kann eine längere Therapie angezeigt sein.

 

Ethik in der Psychotherapie

Die Begegnung auf Augenhöhe bildet eine wesentliche Grundlage für ethisch verantwortungsvolles therapeutisches Handeln.

Wertschätzung

Ich respektiere die persönlichen Überzeugungen jedes Menschen und achte seine Würde, unabhängig von ethnischer Herkunft, kulturellem Hintergrund oder weltanschaulicher Orientierung.

Empathie und Mitgefühl

Empathie und Mitgefühl sind Reaktionen auf die Gefühle anderer Menschen, unterscheiden sich jedoch inhaltlich.

Empathie bedeutet, die Gefühle des Gegenübers nachzuempfinden. Mitgefühl geht darüber hinaus und verbindet dieses Nachempfinden mit der Bereitschaft, unterstützend zu handeln.

Mein Gerechtigkeitssinn und mein Interesse an berufsethischen Fragen haben mich dazu bewegt, 15 Jahre lang ehrenamtlich in der Ethik-, Beschwerde- und Schlichtungsstelle (EBS) des Oberösterreichischen Landesverbandes für Psychotherapie (OÖLP) mitzuarbeiten. Darüber hinaus war ich mehrere Jahre als Delegierte Oberösterreichs im Berufsethischen Gremium für Psychotherapie (BEG) des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) tätig.

 

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